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05.05.2000

Kontrollierte Stilllegung der zentralen Forschungseinrichtung

TIFGA bestätigt, dass seine zentrale Forschungseinrichtung in Wien am Abend des 4. Mai 2000 nach einem kritischen Sicherheitsvorfall während eines planmäßigen Systemabschaltvorgangs endgültig außer Betrieb genommen wurde.

Im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung bestehender experimenteller Infrastruktur wurden bei einem internen Sicherheitsaudit strukturelle und materielle Instabilitäten in mehreren geschlossenen Forschungsumgebungen festgestellt, die ein inakzeptables Langzeitrisiko für das Personal, die Umgebung und die Integrität sensibler Forschungsressourcen darstellten. In Übereinstimmung mit internationalen Sicherheitsprotokollen und den österreichischen Bundesrichtlinien für Notfallmaßnahmen ordnete die TIFGA-Leitung eine sofortige Eindämmungsmaßnahme an.

Zu den Maßnahmen gehörte die kontrollierte Zerstörung der Anlage, um die unkontrollierte Freisetzung gefährlicher Stoffe zu verhindern und sicherzustellen, dass experimentelle Systeme nicht zugänglich gemacht, umfunktioniert oder kompromittiert werden konnten.

„Dies war kein Unfall und auch nicht das Ergebnis äußerer Einwirkung“, sagte ein Sprecher von TIFGA. „Die Entscheidung wurde zum Schutz der Öffentlichkeit und unserer Mitarbeiter getroffen. Auch wenn die visuellen Auswirkungen des Ereignisses dramatisch waren, war dies die sicherste und verantwortungsvollste Option.“
— TIFGA-Kommunikationsbüro

Alle Mitarbeiter vor Ort wurden vor Einleitung des Eindämmungsprotokolls evakuiert. Es wurden keine zivilen Opfer gemeldet. Einige wenige TIFGA-Mitarbeiter werden wegen Rauchvergiftung und leichter Verletzungen behandelt; sie werden sich voraussichtlich alle vollständig erholen.

Die örtlichen Rettungsdienste wurden im Voraus benachrichtigt und unterstützten die Sicherung des Geländes während und nach dem Einsatz. Luftqualitätsmessungen, die über Nacht und am darauffolgenden Morgen durchgeführt wurden, bestätigen, dass keine Restgefährdung der Umwelt besteht.

TIFGA betont, dass keine aktiven Forschungsprogramme durch die Stilllegung verloren gingen. Zentrale Datenbestände und wichtige Materialien wurden im Rahmen einer umfassenderen Umstrukturierungsinitiative, die Anfang des Jahres eingeleitet wurde, an einen anderen Standort verlagert.

Das Institut wird seine Arbeit durch dezentrale Forschungspartnerschaften und temporäre Einrichtungen fortsetzen, während eine langfristige Neubewertung der Infrastrukturstrategie durchgeführt wird.

Weitere Spekulationen über die Art der am ehemaligen Standort Wien durchgeführten Experimente sind unbegründet. TIFGA hält sich uneingeschränkt an alle nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden und wird mit allen formellen Anfragen kooperieren.

Aktualisierungen werden gegebenenfalls bereitgestellt.